Schulgeschichte

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BSZ Pirna
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Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Pirna

Die historische Entwicklung im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge

1870 bis 1949

Ende des 19.Jahrhunderts, geprägt durch politische, soziale und wirtschaftliche Veränderungen entstanden viele öffentliche und private Schulen in der Region, immer getrennt in Jungen- und Mädchenschulen, was zur damaligen Zeit so üblich war.

Bereits um 1865 beschäftigte man sich mit der gewerblichen schulischen Ausbildung. In den Städten und Gemeinden entstanden sogenannte Fortbildungsschulen. Bis dahin lernten die Jungen und Mädchen nur bei ihren Meistern und gingen nicht zur Schule. Diese Fortbildungsschulen waren die Vorstufe der späteren Gewerbeschulen. Der Unterricht dort fand in der Regel an einem Tag pro Woche abends statt, auch Sonntagsschule war möglich.

Am 26.04.1873 folgte ein Gesetz über das Volksschulwesen im Lande und die Errichtung von Fortbildungsschulen zur Ergänzung. Im gleichen Jahr wurde die staatliche und gesetzliche Regelung des Besuchszwanges einer solchen Schule festgelegt. Jungen vom 15.-17. Lebensjahr hatten Fortbildungspflicht.

Nach der Einführung dieses Schulgesetzes wurde für Mädchen in Pirna eine höhere Volksschule gegründet. 1889 eine private Töchterschule. 1899 lösten sich diese Schulen auf und es entstand die Städtische höhere Mädchenschule auf der Nicolaistraße in Pirna, jetzt Schillergymnasium. Es etablierten sich Handwerkerschulen und öffentliche Prüfungen fanden statt. Eine Ministerialverordnung vom Dezember 1907 legte die Erweiterung der Unterrichtsfächer durch Fachzeichnen und Buchhaltung und auf freiwilliger Basis Stenographie fest. Aus den einzelnen Gemeindefortbildungsschulen wurden um 1920 Verbundfortbildungsschulen, die später in zentrale Gewerbliche Schulen umgewandelt wurden.

Ab 1923 zog man um in das Gebäude der Handels-und Gewerbe-Schule im Klosterhof Pirna.

1925 wurde ein Schulneubau beschlossen, indem die Berufs-und Gewerbeschule sowie die höhere Mädchenschule in einem Hause untergebracht werden sollte. Am 19.08.1929 wurde der gesamte Komplex, jetzt Siegfried-Rädel - Straße 13, eröffnet. Für den Schulzweck war dieser Bau ideal, unweit vom Bahnhof, an zwei Hauptstraßen im Inneren der Stadt. Der Süd –und Mittelbau wurde von der Berufs-und Gewerbeschule eingenommen. Eine Turnhalle diente allen drei Schulen.

Das Jahr 1933 stand ganz im Zeichen der „nationalen Erhebung des deutschen Volkes; es wurde im nationalsozialistischem Sinne erzogen.

So wurden am 11.05.1933 alle Lehrer auf arische Abstammung überprüft. Unterrichtskürzungen, Unterrichtsausfälle wegen Kohleknappheit, Störungen durch Kriegsmaßnahmen bestimmten die Jahre ab 1943. Es kam zu wochenlangen Schließungen und ab April 1945 brach der Unterricht völlig zusammen.

Nach dem Krieg kam der Schulbetrieb nur langsam wieder in Gang. Das Gebäude war teilweise von Flüchtlingen und Vertriebenen besetzt und es gab dreimalige Plünderungen.

Die Entnazifizierung in der Sowjetischen Besatzungszone war mit einem grundlegenden kommunistischen Umbau verbunden und wurde konsequent durchgeführt. Funktionsträger der NSDAP und ihrer Organisationen wurden aus den Ämtern entfernt. Auch die Lehrerschaft musste sich dem Entnazifizierungsverfahren unterziehen.

o worden im November 1945 eine Mehrzahl von Lehrern aller Schultypen aus dem Schuldienst entlassen. Außerdem hatten viele junge Lehrer, die im Krieg eingezogen wurden, ihr Leben gelassen. Es fehlte an Lehrern. Ein notdürftiger Unterricht wurde von „Laienlehrern“, später „Neulehrern“ durchgeführt. Im Schuljahr 1945/46 wurden sowohl die Schüler der Höheren Handelsschule des Klosterhofes als auch der Höheren Mädchenschule in das Gebäude Siegfried-Rädel - Straße integriert.

Am 1. September 1946 erfolgte die Wiederaufnahme des regulären Unterrichtes in der Organisationsform „Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung“ und besiegelte damit das Ende der Höheren Mädchenschule und Handelsschule. Durch die gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliche Veränderung gab es mehrere strukturelle Veränderungen.

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